Zersiedlungsinitiative, Beitrag für die Andelfingerzeitung 29. Januar 2019

Die Zersiedlungsinitiative ist vor allem im Zusammenhang mit der kürzlich erfolgten Revision des Raumplanungsgesetzes und der Kulturlandinitiative (Kantone Zürich, Bern, Thurgau) zu sehen. Diese sieht bereits eine Verknappung des Baulandes vor. Eine zusätzliche extreme Initiative braucht es nicht und käme quasi einem Baustopp gleich. Jetzt Frage ich mich, wo den all die jährlich 30 bis 50 Tausend neuen Einwanderer künftig wohnen sollten. Was hat dies auf die Bodenpreise für einen Einfluss und wer kann den da die Mieten noch zahlen? Wo werden dann die dafür nötigen Schulhäuser und andere Infrastrukturen (Eisenbahnen, Strassen, Velowege, Stromnetze, Einkaufszentren, Spitäler, Pflegeheime) gebaut?

Erfolgreiche Betriebe, die ihre Produktionsstätte vergrössern möchten oder müssen, können dies irgendwann nicht mehr tun, da kein Bauland mehr eingezont werden kann. Die Unternehmer stehen dann vor der Wahl, die Geschäftstätigkeit aufzugeben oder ins Ausland zu verschieben. Unser heimisches Gewerbe und auch die Landwirtschaftsbetriebe müssen sich entwickeln können. Das ist für Betriebe und deren Arbeits- und Ausbildungsplätze überlebenswichtig.

Mit der Annahme der Initiative verlieren, junge Familien, Mieter/innen, die Bauern, das Gewerbe und der Tourismus und damit unsere Arbeits- und Ausbildungsplätze. Mit der Zersiedelungsinitiative lösen wir keine Probleme, sondern wir schaffen uns viele neue. Machen Sie es wie Bundesrat, Parlament und lehnen sie diese unnötige und volkwirtschaftsschädliche Überregulierung ab.

Paul Mayer
Präsident SVP Bezirk Andelfingen, Kantonsratskandidat